Gut ein Monat ist seit meinem letzten Bericht vergangen, seitdem sind natürlich viele Dinge passiert. Leider bin ich nach meiner vollständigen Genesung erneut erkrankt, es war die Grippe, die mich zum 2. Mal erwischt hat. Ich bin seit dieser Woche aber wieder vollständig hergestellt!!
Nun zu all den Neuigkeiten, die es zu berichten gibt!
Nummer 1: Endlich, endlich, endlich wurde das Boot erfolgreich repariert und obendrein am 01.02. zu Wasser gelassen!!! Trotz einer 3-monatigen Verspätung befindet sich das Boot nun also in den Händen der Fischer! Die offizielle Übergabe steht noch aus, wird aber bald ;) erfolgen.
Tja und hier die wunderbare Nummer 2! : Im Centre wurde eins der großen Zukunftsziele in Angriff genommen. Denn die Kinder, die seit Anfang an im Centre sind, sind inzwischen junge Erwachsene, in einigen Fällen also wesentlich älter als ich!
In den letzten Jahren haben sie bereits im Centre in verschiedenen Bereichen Verantwortung übernommen und so wirkliche Arbeit erledigt.
So ist der Moment gekommen, eine Arbeit außerhalb des Centres zu finden, um sie unter Berücksichtigung ihrer Behinderung bestmöglich in die burundische Gesellschaft einzugliedern.
Das ist kein leichtes Unterfangen denn es gilt, sie einerseits nicht zu überfordern und sie andererseits in ein für uns selbstverständliches Leben zu entlassen.
Das ist gerade für die Jugendlichen ein großer Schritt, haben sie doch 20 Jahre den Tag im Centre verbracht! Nun ist es aber für 2 junge Frauen geglückt eine Arbeit zu finden! Natürlich handelt es sich dabei nicht um eine Anstellung im herkömmlichen Sinne, eine Behinderung bleibt eine Behinderung. Eine der beiden ist aber weiterhin Dienstag und Donnerstag im Centre, um sich langsam an den neuen Alltag zu gewöhnen. Der Stolz und die Freude, die aus ihren Gesichtern spricht wenn sie von ihrer Arbeit berichten ist Motivation genug, dieses Ziel auch für Andere zu verfolgen – sobald sie bereit sind.
Auch innerhalb des Centres, besser gesagt in der Küche, gab es eine Personalwechsel ;) . Denn die Köchin, die 11 Jahre lang das Essen zubereitete, wurde ebenfalls von einem jungen Mann abgelöst. Er ist ebenfalls im bzw. mit dem Centre groß geworden. Inzwischen ist er verheiratet und erwartet sein erstes Kind. Auch er wurde natürlich an die Arbeit herangeführt und schwingt nun erfolgreich die Kochlöffel während Renata zu ihrer ursprünglichen Arbeit im Garten zurückgekehrt ist.
Eine weitere, tiefgreifende Veränderung bahnt sich an, ich werde davon berichten, wenn es offiziell ist ;)
Nummer 3: Ich habe auf den letzten Drücker mein Visum verlängert. Denn dass die Zeit wie im Flug vergeht wird mir von Tag zu Tag klarer. Das Visum ist dabei aber leicht in Vergessenheit geraten denn gefühlt sind drei Monate noch nicht vergangen. Wie schön, dass ich in Burundi bin. Denn so wurde die Verlängerung dank entsprechender Kontakte innerhalb von 20 Minuten erledigt, morgen wäre mein Visum abgelaufen. Eine endless-story wie bei der letzten Verlängerung hätte ich mir also nicht erlauben können ;).
Nummer 4: Mein Arbeitstag im Centre endet seit Anfang Januar mittags! So profitiere ich wesentlich mehr von meinem Aufenthalt und obendrein sind die Tage sind nicht mehr so überladen wie es noch im Dezember der Fall war.
Tja, dieser Bericht hat letztendlich eher Update-Charakter. Aber gerade das ist ja nach 4 Wochen dringend nötig ;)